Die Planung und die kleinen Dinge

Ich habe meine Kindheit im Gesamten als total unbeschwert in Erinnerung. Szenen im Kopf, wie ich in der strahlenden angenehm warmen Frühlingssonne im Gras liege und die vorüberziehenden Wolken beobachte. Im Hintergrund höre ich das Rauschen des Windes in den Tannen und das Zwitschern der Vögel.
Doch umso älter wir werden, desto mehr werden wir dazu erzogen zu planen, denn schließlich erledigt sich ja nicht alles von selbst. Wir werden dazu erzogen in die Zukunft zu blicken. Müssen planen, wann wir für welche Klausur lernen, planen unseren nächsten Urlaub und irgendwann vielleicht sogar unsere eigene Hochzeit. Doch ich glaube wir sind nicht hier um alles durchzuplanen, damit es dann auch genauso passiert und wir einen Haken dran setzen können. Wir sind hier um die schönen Momente zu genießen. Doch umso mehr wir planen, desto mehr Sorgen machen wir uns, weil wir mit den Gedanken gar nicht mehr wirklich hier sind, sondern ganz weit weg.
Aber wer weiß denn schon, was morgen sein wird? Vielleicht löst sich ja alles von ganz alleine und du hast dir heute ganz umsonst den Kopf zerbrochen? Und die Sekunden, Minuten und Stunden, die du hättest mit Lachen, Freude und Glück verbringen können, hast du ganz umsonst mit Sorgen, Zweifeln und Ängsten unwiederbringlich zurückgelassen.
Irgendwann sitzen wir dann am Ende unseres Lebens da und fragen uns, wo die Zeit nur hin ist. Denn vor lauter Planen haben wir nicht mitbekommen, wie uns all die wundervollen Momente und Erlebnisse durch die Finger rinnten.
Wir Menschen sind Gewohnheitstiere und mit der Gewöhnung daran all die Dinge in unserem Leben zu planen, vergessen wir mit der Zeit einfach uns auf den heutigen Tag zu freuen. Vergessen die Welt als etwas Magisches zu betrachten, denn das ist sie. Sie ist ein wahres Wunder, das es zu entdecken gilt.
Ich will damit nicht sagen, dass man nichts mehr planen sollte. Natürlich kann Planung etwas sehr Positives sein. Sie hilft uns unsere Wünsche, unsere Träume zielstrebig zu verfolgen und zu verwirklichen und es gibt einfach Dinge, die eine gewisse Planung voraussetzen. Aber häufig zerbrechen wir uns doch über Dinge aus der Zukunft den Kopf, auf die wir sowieso keinen Einfluss haben und vergeuden damit die schönsten Momente oder?

Ich denke letztendlich hat jeder Mensch ein unterschiedliches Bedürfnis ans Maß der Planung. Manche sind vielleicht nur glücklich, wenn sie wirklich alles bis ins kleinste Detail konkretisiert haben und andere wiederum sind am glücklichsten, wenn sie einfach in den Tag hinein leben können, um zu schauen, was er ihnen bringen wird. Und beide Varianten sind völlig legitim!

Ich wünsche dir, dass du deinen Weg zum gesunden Verhältnis zur Planung finden wirst oder bereits gefunden hast(!) und immer Zeit finden wirst für die kleinen Dinge, die dein Leben lebenswert machen. Die Dinge, die dir später ein Lächeln ins Gesicht zaubern werden, wenn du dich zurück erinnerst.

Aloha, Lea

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